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Soli aus: Kommt der Komplett-Abbau?

von Steuerberater M.S. - am 26.08.2019 - 08:47:19

Den Solidaritätszuschlag (Soli) gibt es seit dem 01. Juli 1991. Ursprünglich sollten die Steuerzahler nur kurzfristig dazu beitragen, dass die Mehrbelastungen wegen des Konflikts am Golf, aber insbesondere die Kosten der deutschen Einheit, gedeckt werden. Bei seiner Einführung wurde ein Zuschlag von 7,5% auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer erhoben. Die Befristung galt bis zum 30. Juni 1992.

In den Jahren 1993 und 1994 mussten die Bürger keinen Solidaritätszuschlag zahlen. 1995 entschloss sich die damalige Bundesregierung, den Soli unbefristet einzuführen. Sie begründete den Schritt mit dem Argument, dass die Mehrbelastungen der deutschen Einheit zu hoch seien.

Seitdem müssen die Bürger 5,5% Zuschlag auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer zahlen (§ 4 SolzG).

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Erbschaftsteuerbefreiung für Familienheim

von Steuerberater M.S. - am 26.08.2019 - 05:49:37

Grundsätzlich unterliegt jeder Übergang von Todes wegen (Erbfall) der Erbschaftsteuer.

Auch ein Ehegatte und Kinder müssen Erbschaftsteuer zahlen, wenn der Wert des Nachlasses die Steuerfreibeträge (Ehegatte: 500.000,00 Euro; Kinder: 400.000,00 Euro) übersteigt.

Wird ein Familienheim vererbt, gilt eine Sonderregelung, die im § 13 ErbStG (Erbschaftsteuergesetz) zu finden ist. Unter einem Familienheim versteht das Gesetz ein Haus oder Wohnung.

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Pflegeheim: Steuerermäßigung wegen Unterbringung

von Steuerberater Burhmeister - am 23.07.2019 - 06:53:41

Die Steuerermäßigung nach § 35 Abs. 2 Satz 1 EStG kann auch bei Pflege- und Betreuungsleistungen in einem Pflegeheim geltend gemacht werden. Allerdings nur dann, wenn der Steuerpflichtige selbst die pflegebedürftige Person ist. Diese Entscheidung hat nun der Bundesfinanzhof getroffen.

Der Streitfall bezog sich unter anderem auf steuerliche Aufwendungen, die der Kläger bezüglich der Unterbringung seiner Mutter in einem Pflege- bzw. Seniorenheim geltend machen wollte. Die Mutter des Steuerpflichtigen lebte damals in einem Pflegeheim, wo sie ein Einbettzimmer bewohnte und regelmäßig von verschiedenen Pflegekräften betreut wurde. Die Aufwendungen, die hierfür anfielen, durfte der Steuerpflichtige steuerlich jedoch nicht geltend machen, auch wenn er entsprechende Leistungen in der Steuererklärung ursprünglich angegeben hatte. Die Begründung des Gerichts: das Einbettzimmer, in dem die alte Dame lebte, ermögliche keine umfassende Haushalts- und Wirtschaftsführung, da keine Kochgelegenheit zur Verfügung stand. Dementsprechend seien die Aufwendungen weder von der Mutter noch von dem Kläger selbst geltend zu machen.

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Sky Bundesliga Abo als Werbungskosten?

von Steuerberater Burhmeister - am 23.07.2019 - 03:55:27

Hauptamtliche Fußballtrainer können die Kosten eines Sky-Abos unter Umständen als Werbungskosten geltend machen. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH). Er gab damit der Revision eines Torwarttrainers statt, der bei einem Lizenzfußballverein arbeitet.

Der festangestellte Trainer hatte beim Fernsehsender Sky ein Abo-Paket abgeschlossen, bestehend aus "Fußball Bundesliga", "Sport" und "Sky Welt". Für dieses Abo bezahlte er im Monat 46,90 Euro. Den Fußball-Anteil an diesem Paket gab er in seiner Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten an. Er argumentierte, dass er die Fußballspiele ganz überwiegend zum Erkenntnisgewinn für seine berufliche Tätigkeit ansehe.

Das zuständige Finanzamt wies das zurück. Mit einer Klage vor dem Finanzgericht in Düsseldorf scheiterte er, die Richter folgten der Begründung der Finanzbehörde.

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Steuer: Scheidungskosten abziehbar?

von Steuerberater K. Mueller - am 06.05.2019 - 08:57:31

Bis zum Jahr 2013 waren Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastungen abziehbar. Seitdem gelten die Kosten eines Scheidungsverfahrens als nicht mehr abziehbar. Ein Urteil vom Mai 2017 bestätigt dies.

Scheidungskosten abziehbar? Knapp 40 Prozent aller Ehen werden geschieden. Eine Scheidung stellt für die Beteiligten eine große finanzielle Belastung dar. Alleine die Anwalts- und Gerichtskosten sind für die getrennt lebenden Partner eine enorme Mehrbelastung. Auch deshalb werden die Kosten oft in der Einkommenssteuer abgeschrieben, in der Hoffnung, diese erstattet zu bekommen. Ein Urteil aus dem Jahr 2017 erschwert dies nun deutlich. Ein Abschreiben der Kosten ist damit nicht mehr ohne Weiteres möglich. Es gibt allerdings Ausnahmeregelungen.

Änderung des Einkommensteuergesetzes

Die Änderung des § 33 Einkommensteuergesetzes (EStG) aus dem Jahr 2013 macht deutlich, dass Aufwendungen im Rahmen eines Rechtsstreits bzw. Prozesskosten grundsätzlich nicht als außergewöhnliche abziehbare Belastung gelten. Lediglich, wenn der Steuerpflichtige auf die Aufwendungen angewiesen ist, um seine Existenz zu sichern, ist eine Übernahme der Scheidungskosten möglich.

Hierfür muss der Steuerpflichtige einen Sonderantrag beim zuständigen Gericht stellen. Dasselbe gilt für vergleichbare Ausnahmeregelungen.

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Sind Nachzahlungszinsen verfassungswidrig?

von Steuerberater K. Mueller - am 06.05.2019 - 08:49:45

Diese Frage stellte sich ein Ehepaar, das nach einer Außenprüfung mit einem Zinsbescheid zusätzlich zum Einkommensteuerbescheid belastet wurde. Für einen Zeitraum vom 01.04.15 bis 16.11.17 verlangte das Finanzamt Nachzahlungszinsen in Höhe von 240831 Euro von den Eheleuten.

Diese legten gegen den Zinsbescheid und auch gegen den Einkommensteuerbescheid Einspruch ein. Eine Entscheidung über die Einsprüche steht noch aus, denn das Verfahren ruht, bis eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ergangen ist.

Die betroffenen Eheleute haben die Aussetzung der Vollziehung des Bescheids beantragt, weil ihrer Ansicht nach die Höhe der Zinsen mit 0,5 % pro Monat und 6 % pro Jahr verfassungswidrig sei. Das Finanzamt und das Finanzgericht (FG) sahen dies anders. Das FG ist der Auffassung, verfassungsrechtliche Bedenken würden auch keine Vollziehungsaussetzung rechtfertigen, denn das öffentliche Interesse am Vollzug sei höher zu bewerten als das Interesse einzelner Steuerschuldner.

Gegen diese Entscheidung legten die Eheleute Beschwerde ein. Dieser Beschwerde wurde seitens des FG nicht abgeholfen. Daher ging die Sache zum Bundesfinanzhof (BFH).

Bundesfinanzhof ordnet die Aussetzung der Vollziehung an Der BFH gab dem Antrag der Steuerschuldner statt, hob die Entscheidung des Finanzgerichts auf und ordnete die Vollziehungsaussetzung für den angefochtenen Zinsbescheid an. Eine Vollziehung ist dann auszusetzen, wenn sich bei einer vorläufigen Prüfung wichtige Gründe ergeben, die Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Bescheids aufkommen lassen. Das kann bei verfassungsrechtlichen Zweifeln der Fall sein.

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Vergünstigungen ab 2019

von Steuerberater M. Abel - am 02.04.2019 - 10:45:29

2019: Vergünstigung bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer Seit dem 01.01.2019 haben sich in Steuersachen erneut Änderungen ergeben.

Der Deutsche Bundestag hat entschieden, dass durch das im Jahr 2009 erlassene Erbschaftssteuergesetz einige Vergünstigung im Hinblick auf Schenkungen und Erben eingeführt werden sollen. Genau genommen sollen die vom Empfänger (Erben oder Schenkungsempfänger) zu entrichtenden Steuern begünstigt werden.

Diese Änderungen sollen dem Wohle der Allgemeinheit dienen und dafür Sorge tragen, dass vererbte oder verschenkte Grundstücke, die durch Vermietung Einnahmen nach sich ziehen, zukünftig im Privatbesitz verbleiben können und nicht verkauft werden müssen. Um dies gewährleisten zu können, hat sich die Regierung Folgendes überlegt:

Grundstücke, die zu Wohnzwecken vermietet werden können, werden grundsätzlich nur noch mit 90 % ihres eigentlichen Wertes angesetzt. Dies hat Auswirkungen auf die Höhe der Erbschafts- oder der Schenkungssteuer.

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Anhebung der Freigrenze beim Solidaritätszuschlag

von Steuerberater M. Abel - am 02.04.2019 - 10:39:10

1991 wurde der Solidaritätszuschlag als eine befristete Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und zur Körperschaftsteuer eingeführt, um u.a. die Kosten des Staates zur Finanzierung der deutschen Einheit im Rahmen zu halten.

Ab 1995 wurde die Befristung aufgehoben. Seit 1998 liegt der Solidaritätszuschlag bei 5,5% der Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer.

Hierbei ist zu beachten, dass bei einer Bemessungsgrundlage von 972 Euro (bei zusammenveranlagten Ehegatten 1.944 Euro) kein Solidaritätszuschlag erhoben wird. Werden diese Grenzen überschritten, wird der Solidaritätszuschlag stufenweise angehoben, bis er das Niveau von 5,5% erreicht.

Der Gesetzgeber spricht in diesem Fall nicht von einem Freibetrag, sondern von einer Freigrenze. Bei Freigrenzen werden steuerliche Sachverhalte erst erfasst, wenn die Einkünfte diese Grenze überschreiten.

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Ab wann ist mein Auto ein Firmenwagen?

von Steuerberater M. Klein - am 08.02.2019 - 01:44:09

Für zahlreiche Personen ist das eigene Auto ausschlaggebend für ihre Arbeit. Aus diesem Grund stellen immer mehr Unternehmer ihren Angestellten eigene Firmenwagen zur Verfügung oder nutzen als Selbstständige ihr Fahrzeug auch betrieblich.

Im Gegenzug zu Privatautos unterliegen Firmenwagen allerdings bestimmten gesetzlichen Auflagen. Doch ab wann ist mein eigenes Auto ein Firmenwagen?

Eigene Einordnung für Firmenfahrzeuge

Ein Privatfahrzeug kann unter Einhaltung bestimmter Umstände als Firmenfahrzeug verwendet werden.

Sämtliche Firmenwagen werden dem Betriebsvermögen zugeordnet, während Privatfahrzeuge stets dem Privatvermögen angehören. Die Einordnung hängt letztendlich von der Nutzung des Fahrzeugs ab.

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Was kann ein Arbeitnehmer steuerlich absetzen?

von Steuerberater M. Klein - am 07.02.2019 - 08:01:43

Als Arbeitnehmer verfügen Sie über zahlreiche Optionen, Ihre Steuern bewusst zu reduzieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie als Beschäftigter steuerlich absetzen können. Wir informieren Sie über nachfolgende Themen:
  • Werbungskosten
  • Kinder
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Sonderausgabenabzug
  • Besondere Belastungen

Anerkannte Ausgaben bei den Werbungskosten

Als Beschäftigter haben Sie die Gelegenheit, dem Finanzamt Ihre gesamten Unkosten als steuermindernde Werbungskosten vorzulegen, die in Verbindung mit Ihrer Tätigkeit angefallen sind. Das Interessante daran ist, dass Sie nicht nur die Kosten in Bezug Ihrer aktiv ausgeübten Beschäftigung abziehen können. Selbst wenn Sie momentan keine Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit erzielen, dürfen Sie Fortbildungskosten sowie ebenfalls Bewerbungskosten veräußern.

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Steueränderungen 2019

von Steuerberater M. Klein - am 31.01.2019 - 10:04:32

Das Steuerjahr 2019 bringt ein paar Neuheiten mit sich. Der Gesetzgeber hat ein paar Änderungen an den Steuerregelungen vorgenommen.

Viele können sich über Entlastungen freuen. Was es für Familien, Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler zu wissen gibt, erfahren Sie hier.

Diese Steuerentlastungen kommen auf Familien zu

hier weiterlesen Letztes Jahr beschloss die Bundesregierung das „Gesetz zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“, auch „Familienentlastungsgesetz“ genannt.

Das Familienentlastungsgesetz führt eine Erhöhung des Kindergeldes ein. Ab dem 1. Juli 2019 bekommt eine Familie für jedes Kind 10 Euro mehr. Das Kindergeld für das erste und zweite Kind einer Familie erhöht sich damit auf 204 Euro, für das dritte Kind auf 210 Euro und für die nachfolgenden Kinder auf 235 Euro.

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Abgabefristen bei einer Steuererklärung!

von Steuerberater M. Klein - am 31.01.2019 - 09:58:02

Bis wann die Steuererklärung beim Finanzamt eingehen muss, hängt allgemein davon ab, ob man verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, oder ob das freiwillig erfolgt.
Auch wenn das Finanzamt einen zur Abgabe einer Steuererklärung auffordert, kann sich der Termin für die Abgabe ändern.

Pflichtveranlagung

Die Pflichtveranlagung tritt ein, wenn der Steuerzahler zur Einreichung seiner Steuererklärung verpflichtet ist. Ab 2019 gilt der 31.7. als der letzte Termin.
Die Steuererklärung für das Jahr 2018 muss also bis zum Ende des Juli 2019 eingereicht werden. Zuvor lag die Frist noch bei Ende Mai, jedoch wurde sie um zwei Monate verlängert.

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